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Vater und Unternehmer mit Herz und Helm

Stefan Windgätter – Neues Vorstandsmitglied der Aktion Kinder-Unfallhilfe

Seit August 2020 ist  Stefan Windgätter neues Vorstandsmitglied der Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.Er tritt damit die Nachfolge von Herrn Herzig an, der seit Gründung des Vereins im Jahr 1998 im Vorstand war.

Ehrenämter übernehmen? Für Windgätter offensichtlich so etwas wie eine Selbstverständlichkeit. Der Vorstandsposten für die Aktion Kinder-Unfallhilfe ist bereits seine vierte ehrenamtliche Tätigkeit!

Der 54-jährige Familienvater, seine Tochter ist 15, sein Sohn neun Jahre alt, engagiert sich zudem im Vorstand des VVWL, der Familienunternehmer und ist Delegierter der KRAVAG Versicherung.
1993 ist der umtriebige Dortmunder, geschäftsführender Gesellschafter der traditionsreichen Windgätter u. Sohn GmbH, ins elterliche Transportunternehmen eingetreten und hat es seit dem weiter konsequent zu einem serviceorientierten Dienstleister im Transportbereich ausgebaut.
In seiner Freizeit betreibt Stefan Windgätter gerne Sport, Motorsport und reist mit seiner Familie.
Wir von der Aktion Kinder-Unfallhilfe freuen uns über die Neuwahl und haben ein paar (neugierige) Fragen an Stefan Windgätter.

Herr Windgätter, Sie krempeln offensichtlich ständig die Ärmel hoch. Haben Sie die neue Verantwortung gerne übernommen?
Ja!

Wieso gerade die Aktion Kinder-Unfallhilfe?
Die Kinder-Unfallhilfe ist aus unserem Gewerbe heraus entstanden mit dem Ziel die jüngsten Verkehrsteilnehmer präventiv mit den Gefahren im Straßenverkehr vertraut zu machen. Ich finde, da haben wir als Branche und wir als Unternehmen eine Verantwortung, über die nicht nur gesprochen werden sollte, sondern wo Handeln zählt. Was liegt da näher, als die Kinder-Unfallhilfe zu unterstützen und sich aktiv zu beteiligen?
Als ganz großen Pluspunkt möchte ich noch darauf hinweisen, dass null Prozent der gespendeten Gelder in der Verwaltung hängen bleiben, das heißt 100 Prozent des Spendenaufkommens kommt dem Hilfszweck zu Gute.

Als Macher haben Sie sicher Ideen für eine Weiterentwicklung oder für Veränderungen?
Als Kinderunfallhilfe wollen wir ein wenig mehr auch im Süden und Osten der Republik präsenter werden. Da haben wir Unternehmerkolleginnen und -kollegen angesprochen und sind auf positive Resonanz gestoßen.

Haben Sie das Familienunternehmen aus Freude oder Pflicht übernommen?
Ich will es mal so formulieren… das Übernehmen eines Familienunternehmens steht, wenn überhaupt, am Ende eines Prozesses, am Anfang wächst man da rein und ehe man sich versieht, steht man in der Verantwortung, die dann oftmals Freuden, aber auch Pflichten mit sich bringt. Das hat bei uns, dank meinem Vater, sehr harmonisch funktioniert.

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?
Mit Mitarbeitern und Kunden zusammen neue Transportlösungen zu entwickeln.

Sprechen Sie mit Ihrer Familie am Frühstückstisch über den Toten Winkel?
Darüber haben wir bestimmt ein- oder zweimal gesprochen… aber nicht täglich!

Benutzen Sie und Ihre Kinder beim Fahrradfahren einen Helm?
Ja, ich wurde durch meine Familie ebenfalls dazu angehalten.

Haben Sie Ihre Kinder bewusst in den Straßenverkehr eingeführt? Wenn ja wie?
Ja, zum Beispiel durch gemeinsames Fahrradfahren und mit entsprechenden Erklärungen und Hinweisen.

Wenn Sie es entscheiden könnten: Tempo 130 auf deutschen Straßen?
Aus volkswirtschaftlicher Sicht mit Hinblick auf alternative Antriebe ist ein Tempolimit sicherlich nicht ganz falsch. Dagegen spricht aus meiner Sicht, dass die deutsche Autoindustrie seit Jahrzehnten durch ein nicht vorhandenes Tempolimit weltweit die besten Fahrzeuge zum Beispiel im Hinblick auf Sicherheitsmerkmale wie Bremsen und Fahrwerke entwickelt. Das begründet einen sehr großen Teil des Erfolges deutscher Fahrzeuge weltweit und damit unsers Wohlstandes.
Ich persönlich würde mich nicht über ein Tempolimit freuen, wenn es dennoch kommt, werde ich mich damit aber auch arrangieren können.

Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit – egal ob lebendig oder tot – treffen dürften: Wer wäre es und warum?
Paul Newmann der Schauspieler, Rennfahrer und Saucenproduzent wäre bestimmt interessant. Die aus dem Saucenunternehmen erzielten Gewinne sind in soziale Projekte geflossen. Das finde ich gut.

Was haben Ihre Lehrer früher in der Schule über Sie gesagt?
Das weiß ich nicht, aber es wird alles zwischen sehr gut und ungenügend dabei gewesen sein…

Wie oft schauen Sie täglich auf Ihr Handy?
Zu oft!

Auf was könnten Sie in Ihrem Leben nicht verzichten?
Die Familie.

Wir blenden Corona für ein paar Sekunden aus: Was ist Ihr Traumreiseziel?
Das habe ich nicht, aber es gibt noch viele weiße Flecken auf der Landkarte…mal schauen, was da noch geht…

Danke für das ausführliche Interview. Wir freuen uns auf eine Zusammenarbeit mit Ihnen.

 

Stefan Windgätter (54) ist der neue Mann im Vorstand der Aktion Kinder-Unfallhilfe. Foto:privat